Tarp
Um des nachts Schutz vor Regen zu finden braucht man einen Unterschlupf. Für viel Geld kann man sich ein Zelt kaufen, daß diesen Zweck mehr oder weniger gut erfüllt, oder man macht sich eine Plane aus wasserdichtem Stoff.
Das ist zum einen viel leichter, stabiler und genauso in der Lage einen trocken zu halten, zum anderen ist es viel billiger. Das Tarp hat den Vorteil, daß man es auf viele verschiedene Arten aufspannen kann. Je nach Wind und Wetter kann man variieren. Bei eitlem Sonnenschein kann man sich ein locker luftiges Lean- To errichten, sollte das Wetter nicht so freundlich sein, baut man sich ein einfaches Hauszelt. Je nach Windverhältnissen spannt man es entweder sehr flach, also windschlüpfrig, oder, bei Flaute, steiler auf.
Hier möchte ich den Bau sowohl von Ein- und Zweimannausführungen beschreiben.
Im wesentlichen Unterscheiden sie sich nur durch Form und Abmessung. Die wesentlichen Konstruktionsdetails sind die gleichen:
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Im Zweiertarp braucht man viel Platz, weshalb würde ich dort großzügigere Abmessungen empfehlen. So kann man sich dann zu zweit aufsetzen (etwa zum Umziehen, Kartenspielen oder Essen etc.). Da eine Plane keinen rundum geschlossenen Schutz bietet, kann es vorkommen, das gerade bei sich drehenden Winden, der Regen etwas in die vordere bzw. hintere Öffnung hineingeblasen wird. Deshalb ist es wichtig am Fuß- wie auch am Kopfende genügend 'Sicherheitsabstand' zu haben. Erfahrungsgemäß haben sich deshalb 3 x 3 m als sehr komfortables, sicheres, und doch nicht zu schweres, Maß für ein Zwei- Personen- Tarp bewährt. |
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Das Tarp für den Einzelwanderer kann kleiner ausfallen. Da man sich nicht zu zweit druntersetzt, muß auch nur eine Seite Sitzhöhe aufweisen. Das Fußende kann ruhig so niedrig sein, daß nur die Füße darunter passen. Als Abmessungen schlage ich hier 2,5 m Länge, und 2,4 m (Kopfende) bzw. 1,8m (Fußende) Breite vor. |
Bauanleitung:
Material:
| Einertarp | Zweiertarp | |
| Zeltstoff | 5 m | 6 m |
| Verstärkungsstoff | 10 cm/ Reste (alter Rucksack etc.) | 10 cm/ Reste (alter Rucksack etc.) |
| Gurtmaterial 2cm breit | ca.160 cm | ca. 200 cm |
| Zeltschnur (First/ Ecken - 3 mm) | ca. 18 m | ca. 18 m |
| Zeltschnur (Seite/ Lifter - 2 mm) | ca. 8 m | ca. 16 m |
| Zeltheringe | min. 6 | min. 6- 8 |
Bau:
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Legen sie zum Zuschneiden den Stoff auf den Fußboden und zeichnen sie die einzelnen Eckpunkte an. Schneiden sie dann den Stoff mit etwa 2 cm Nahtzugabe aus. |
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Das Zweiertarp ist einfacher
auszuschneiden.
Im Folgenden werde ich die Schritte für ein Einertarp erklären. Die Zwei- Personen- Ausführung ist aber bis auf wenige Ausnahmen genauso herzustellen. Auf diese Ausnahmen werde ich bei den einzelnen Abbildungen noch hinweisen |
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Nach dem Zuschneiden nähen sie die beiden Stoffhälften mit einer Kappnaht zusammen. Es ist für die Stabilität der Konstruktion wichtig hier so sauber wie möglich zu arbeiten. Benutzen sie keine einfachere Naht. Die zusätzlichere Sicherheit die die Kappnaht bietet, ist an der Firstnaht extrem wichtig. |
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Versäumen sie nun alle noch freien Stoffkanten. |
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Nun nähen sie Verstärkungen an den
Stellen, wo sich die zukünftigen Befestigungspunkte befinden
sollen. Schneiden sie dazu aus festem Stoff Halb- und Viertelkreise mit
etwa 20 cm Durchmesser aus. Die kleineren Vollkreise in der Tarpmitte
dienen dazu die Seiten hochzuspannen und so mehr Platz zu schaffen.
Diese haben etwa 8 cm Durchmesser und sind in der Mitte zweimal
geschlitzt. durch diese Schlitze wird die Leine geführt.
Zweiertarp: Da das Zweiertarp länger ist würde ich an die Längsseiten jeweils zwei Abspannpunkte nähen. Auch würde ich zwei Lifter anbringen. |
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Nähen sie nun auf die Verstärkungen
jeweils eine Schlaufe aus ca. 20 cm Gurtband.
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Nun müssen sie nur noch die Zeltleinen an den Schlaufen anbringen:
| First | ca.3 m |
| Ecken | ca. 3m |
| Seiten | ca.1 m |
| Lifter | ca. 3m |
Um die Leinen in der Länge verstellbar zu machen, kann man entweder Leinenspanner kaufen, oder einen Spannknoten knüpfen.
FERTIG!!!!